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Fluoride und die Vorurteile

Um Fluoride ranken sich viele Vorurteile und Behauptungen. Manche schwören auf die Mineralverbindung, andere wiederum betrachten die Substanz mit Skepsis. Als Bestandteil zahlreicher Zahncremes ist Fluorid für die meisten Menschen ein täglicher Begleiter im Alltag. Und trotzdem kommt es nicht selten zu Verunsicherungen. Oftmals wird Fluorid mit Fluor verwechselt, dabei ist es jedoch wichtig, zu differenzieren. Fluor ist ein giftiges Gas, das bei einer Temperatur von minus 180 Grad einen flüssigen Zustand erhält. Die Substanz ist sehr aggressiv und kann sich durch fast alle Materialien durchfressen. Fluorid im Gegenzug entsteht durch die Verbindung von Fluor mit Kalzium oder Natrium und erhält dadurch ganz andere Eigenschaften.

 

Ein gewisses Restrisiko kann beim Fluorid zwar bestehen, die Vorteile aus zahnmedizinischer Sicht überwiegen jedoch. Fluorid unterstützt uns bei der Kariesprävention und kann den Zahnschmelz stärken. Aus diesem Grund wird von Zahnärzten empfohlen, die Zähne zwei bis drei Mal am Tag mit einer fluoridhaltigen Zahncreme zu putzen.

 

Es kommt auf die Dosis an

Fluorid kann einen negativen Effekt auf die Gesundheit haben. Aber auch hier gilt, wie bei vielen anderen Dingen auch: Die Dosis macht das Gift. Im Rahmen der täglichen Zahnpflege ist die Aufnahme von Fluorid für den Körper unbedenklich. Ein normalschwerer Erwachsener würde erst nach dem Verzehr von zwei Dutzend Tuben Zahnpasta täglich eine bedenkliche Dosis zu sich nehmen.

 

Beim Verzehr von Lebensmitteln erzeugen die Bakterien auf unseren Zähnen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen können. Dieser kann dadurch porös werden und sich aufweichen. Durch Fluorid können in diesen Stellen neue Mineralien eingelagert werden. Fluoride können auf dem Zahnschmelz eine schützende Oberfläche bilden, die den Bakterien entgegenwirken kann. Diese haben es dadurch schwerer, sich an den Zähnen festzusetzen und deren Stoffwechsel kann gehemmt werden. Somit kann die Produktion von schädlicher Säure, die unsere Zähne angreift, abgeschwächt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Anwendung direkt auf den Zähnen erfolgt. Eine Aufnahme von Fluorid durch Schlucken hätte wenig bis gar keinen Effekt für den Kariesschutz. Deshalb sollten zum Beispiel Fluoridtabletten besser gelutscht und nicht geschluckt werden.

 

Weitere Auswirkungen von Fluorid auf den Körper

Von Natur aus lassen sich etwa zwei bis fünf Gramm Fluoride im menschlichen Körper ausmachen. Hauptsächlich finden sich diese in den Knochen und Zähnen wieder. Das Spurenelement kann in diesen Bereichen für Stabilität sorgen. Fluoride können nicht nur über das tägliche Zähneputzen aufgenommen werden, auch in unserer Nahrung kommen diese vor. Salze, Schwarz- und Grüntee, Mineralwasser oder Soja und Fisch enthalten kleine Mengen des Spurenelements.

 

Bei Kindern sollte grundsätzlich etwas sparsamer mit dem Fluorid umgegangen werden. Nicht umsonst befinden sich auf den Zahnpastatuben Hinweise, wie: „Bei Kindern unter sechs Jahren nur eine erbsengroße Menge verwenden.“ Zu viel Fluorid kann auf den Zähnen von Kindern zu weißen Flecken führen, die sich ungleichmäßig ausbilden können. Deshalb sollte beim Nachwuchs ein Auge darauf gehalten werden, in welchen Mengen das Spurenelement eingenommen wird. Dennoch ist auch bei Kindern die Zugabe von Fluorid empfehlenswert und kann in angemessener Dosierung das Kariesrisiko verringern.

 

Der Einsatz von Fluorid hat sich im Rahmen der Kariesprophylaxe bewährt. Um der Bildung von Karies zusätzlich entgegenzuwirken, ist zudem der eingeschränkte Verzehr von Zucker hilfreich und förderlich. Gerne können Sie sich bei Fragen zur Zahngesundheit sowie dem Einsatz von Fluorid an das Team der Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf wenden. Wir stehen Ihnen mit Antworten jederzeit zur Verfügung.