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Zahnimplantate bei Jugendlichen und Kindern

Die meisten Menschen sind irgendwann im Lauf ihres Lebens auf Zahnimplantate oder anderen Zahnersatz angewiesen. Bei Jugendlichen oder Kindern scheint der Einsatz hiervon nicht infrage zu kommen und doch kann es Ausnahmefälle geben, bei denen eine Implantation notwendig sein kann.

 

Zahnunfälle, Erkrankungen aufgrund von Karies, gravierende Fehlstellungen oder eine fehlende Veranlagung für einzelne Zähne können eine Bedingung für ein Zahnimplantat darstellen. Falls ein Milchzahn zu früh herausfallen sollte und es ratsam ist, die Lücke nicht unbehandelt zu lassen, kann ebenfalls der Einsatz von Zahnersatz in Betracht gezogen werden. In diesen Fällen werden aber meistens Lückenhalter verwendet, bis die bleibenden Zähne durchgebrochen sind.

 

Durch Lücken kann die psychosoziale Entwicklung (zum Beispiel die Sprachentwicklung) beeinträchtigt werden. Zudem können sich Fehlstellungen und Verformungen im Kiefer bilden, die später nur noch schwer behandelt werden können. Zahnimplantate können hier als eine Möglichkeit Abhilfe schaffen. Generell wird die Implantologie jedoch vorwiegend bei Erwachsenen vorgenommen. Viele Zahnärzte bieten diesen Leistungen gar erst ab einem Mindestalter von 18 Jahren an.

 

Probleme der Implantologie bei jungen Patienten

Das Problematische an Zahnimplantaten bei Jugendlichen ist der noch nicht vollständig ausgewachsene Kiefer. Bei Mädchen ist dieser mit rund 16 Jahren vollständig ausgeprägt, während Jungen im Schnitt erst mit 18 Jahren diesen Punkt erreichen. Jedoch sind auch im Alter von 20 Jahren noch zusätzliche Wachstumsschübe möglich.

 

Damit ein Zahnimplantat richtigen Halt finden kann, ist eine ausreichende Knochensubstanz notwendig. Bei Kindern und Jugendlichen ist diese noch im Wachstum und es besteht das Problem, dass ein Implantat diesem nicht folgen kann. Das Kieferwachstum kann durch Veränderungen der Kronen auf den Zahnimplantaten ausgeglichen werden.

 

Eine implantologische Behandlung in jungen Jahren ist demnach maßgeblich von den biologischen Wachstumsstadien abhängig. Das Wachstum ist für Zahnärzte aber nur sehr schwer kalkulierbar, weshalb Eingriffe bei Jugendlichen im besonderen Maße von den individuellen Begebenheiten abhängen. Regelmäßige Korrekturen und Änderungen an den verwendeten Kronen können ebenfalls nötig sein. Grundsätzlich besteht wegen des schwer abschätzbaren Behandlungsverlaufes ein höheres Risiko für Komplikationen. Im Zweifel ist es oftmals sinnvoller zu warten, bis der Patient alt genug ist, um für eine reguläre Implantation infrage zu kommen.

 

Zahnimplantate bei Jugendlichen: die Kosten

In Bezug auf die Kosten gibt es bei Zahnimplantaten für Jugendliche keine Unterschiede zu Erwachsenen. Über die Krankenkasse wird ein Festzuschuss finanziert, der von den patientenbezogenen Befunden abhängig ist, die sogenannte Regelversorgung. Die übrigen Teilbeträge müssen von den Eltern der Patienten selber übernommen werden. Dabei gilt es zu beachten, dass es nicht nur um die Kosten für die Zahnimplantate selber geht. Die Implantologie bei Jugendlichen wird häufig interdisziplinär organisiert. Das bedeutet, dass weitere ärztliche Leistungen im Behandlungsplan vorgesehen sein können. Beispielsweise kann vor dem Einsetzen des eigentlichen Zahnersatzes ein kieferorthopädischer Eingriff notwendig sein, um bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.

 

Wenn Sie Fragen haben oder konkreten Behandlungsbedarf bei Ihrem Kind sehen, stehen wir von der Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf Ihnen gerne zur Verfügung. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten auf, die bei Ihrem Kind im Bereich von Zahnersatz realisierbar sind. Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin.

 

 

Zahnimplantate bei jugendlichen Patienten