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Was sollten Sie nach der Zahnimplantation beachten?

Beim Verlust der Zähne werden häufig Implantate aus Titan eingesetzt, auf die dann ein Zahnersatz in Form einer Einzelkrone gesetzt wird. Bis dieses vollständig in den Knochen eingewachsen ist, kann es rund drei bis acht Monate dauern. Dieser Prozess erfolgt ohne Ihre Zuhilfe. Lediglich die Anfangsphase direkt nach der Operation bedarf Ihrer besonderen Aufmerksamkeit, um möglichen Komplikationen entgegenzuwirken. Schmerzen in den ersten Tagen sind keine Seltenheit. Durch Ihr Verhalten können Sie diese jedoch beeinflussen.

 

Keine Angst vor Blutungen und Schwellungen

Direkt nach der Implantation brauchen Sie und Ihr Mund viel Ruhe. Größere Belastungen und vor allem Sport sind zunächst tabu. Sorgen Sie dafür, dass Sie eine Begleitperson haben, die Sie von der Klinik nach Hause bringt. Sie selbst sollten sich auf keinen Fall hinter das Steuer setzen, da dies mit Stress verbunden sein kann und Sie außerdem noch unter dem Einfluss von Medikamenten stehen. Sind Sie in Ihrem Zuhause angekommen, sollten Sie sich ausruhen. Eine stationäre Behandlung in Kombination mit einem Urlaub ist ebenfalls denkbar.

 

Setzen Sie sich besser hin, anstatt zu liegen. Selbst beim Schlafen ist es anfangs wichtig, dass Ihr Kopf sich oberhalb des Brustkorbs befindet. Das hilft aufkommende Nachblutungen gering zu halten. Im Falle einer Blutung sollten Sie auf die betroffene Stelle für mehrere Minuten einen Tupfer oder ein Taschentuch pressen. Keinesfalls sollten Sie mit der Zunge oder gar den Fingern die wunde Stelle berühren. Sollten sich die Nachblutungen nicht zeitnah einstellen, kontaktieren Sie Ihren zuständigen Arzt. Dieser erklärt Ihnen, wie Sie dann am besten vorgehen.

 

Zudem kommt es gerade in den ersten zwei bis drei Tagen nach der Behandlung zu Schwellungen. Das ist völlig normal und sollte Sie nicht verunsichern. Kühlen Sie Ihren Kiefer ausgiebig mit Eispackungen. Die Schwellungen gehen von selbst zurück.

 

Ernährung und Mundhygiene

In den ersten acht Stunden unmittelbar nach der Operation sollten Sie Ihren Mund so lassen, wie er ist. Lediglich vorsichtiges Trinken ist in dieser Zeit erlaubt. Jedoch sollten Sie Ihren Mund auf keinen Fall spülen. Dies wird erst in den nächsten Tagen obligatorisch und ist dann sogar dreimal täglich ein Muss.

 

Nahrung sollten Sie erst dann zu sich nehmen, wenn die Wirkung der Betäubung vollständig abgeklungen ist. Ansonsten könnten Sie sich verschlucken oder sich Bissverletzungen zuziehen. Empfohlen wird für die Zeit, in dem Ihr neues Zahnimplantat einheilt, breiige und weiche Kost, die nicht zu heiß sein sollte. Salbeitee ergänzt Ihren Speiseplan sehr gut, da dieser antibakteriell wirken kann. Produkte aus Frischmilch oder mit Fruchtsäuren sowie schwarzen Tee und Kaffee sollten Sie in den ersten Tagen strikt vermeiden. Diese Lebensmittel können zu Reizungen der Implantatstellen führen. Verzichten Sie auf Alkohol da dieser blutverdünnend wirkt. Nikotin ist ebenfalls nicht empfehlenswert, da dieses die Durchblutung stört und so die Wundheilung beeinträchtigen kann.

 

Während Ihrer Mundhygiene sollten Sie die Zahnbürste nicht im Bereich des Zahnimplantats verwenden. Die übrigen Zähne können Sie vorsichtig wie gewohnt reinigen. Ihr zuständiger Arzt wird Ihnen zusätzliche Hinweise dazu geben, welche Spülungen Sie für die Mundpflege in der nächsten Zeit verwenden sollten. Im Rahmen einer Zahnimplantation in unserer Zahnimplantat-Klinik in Düsseldorf weisen wir Sie auf die individuellen Verhaltensregeln für die Zeit nach dem Eingriff persönlich hin.